Die Qual der Wahl bei der Krankenversicherung

Die freie Wahl bei privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen erlaubt uns inzwischen den direkten Vergleich im Hinblick auf unsere persönliche Lebenssituation anzustellen. Doch die Tücken lauern überall, schließlich bewegt sich unsere Welt im Fortschritt nicht unbedingt langsamer. Wir wollen Ihnen einen Überblick verschaffen.

Der demographische Wandel stellt die traditionellen Bereiche unserer Sozialsysteme in Deutschland zukünftig vor gewaltige Aufgaben, die uns alle angehen. Diese Veränderungen gilt es schon bei der Frage, gesetzliche oder private Krankenversicherung, abzuklären. Die Flexibiliserung auf dem Arbeitsmartkt und die freie Standortwahl europaweit verlangen von uns die totale Anpassungsfähigkeit, aber sind wir auch im Ausland ausreichend geschützt?

Mit Sicherheit Unterwegs

Mit einer Auslandskrankenversicherung im Gepäck, landet man immer auf der sicheren Seite, auch wenn vorab noch gar nicht ganz klar ist, wie lange man vielleicht weg bleibt. Wer verlängerte nicht gern schon einmal seinen Aufenthalt im vermeintlichen Urlaubsparadies? Die zeitliche Abdeckung kann dem persönlichen Fahrplan angepasst werden, auch wenn aus 365 Tagen mal 5 Jahre werden sollten. Bei vorzeitiger Heimkehr werden die zuviel gezahlten Gebühren sogar erstattet und das ist in Anbetracht womöglich entgangener Urlaubsfreuden im Krankheitsfall ein wirklicher Lichtblick.

Unser Reisen durch aller Herren Länder ist durch die globale Vernetzung hinsichtlich der Mobilität inzwischen schon sehr weit fortgeschritten, dass die Planung vorab bloß noch eines groben Entwurfes bedarf. Alles Weitere lässt sich spontan an Ort und Stelle oder ganz einfach von Unterwegs abklären. Dem abenteuerlichen Forscherdrang in uns kommt das natürlich sehr gelegen und gerade Individualreisende avancieren inzwischen zu echten Reiseprofis. So schnell man sich auch in der Fremde zurecht finden mag, insbesondere die medizinische Versorgung im Ausland kann manchmal ganz anders ablaufen, als wir das vielleicht von zu Hause kenne.

Ins Alter hinein versichert bleiben

Die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren die allerorts attestierte Vergreisung der Gesellschaft und die damit gestiegenen Ausgaben für die medizinische Versorgung älterer Mitglieder über den sogenannten Generationenvertrag. Das bedeutet, dass junge Mitglieder und Erwerbstätige die Beiträge subventionieren. Ein faires Spiel, doch die zunehmend erhobenen Eigenbeteiligungen in Form von Praxisgebühr, Zuzahlungen bei Medikamenten und anderen Anwendungen wie beispielsweise Bäder und Massagen lassen vermuten, dass dieser Ausgleich nicht in alle Ewigkeit gesichert ist.

Neben den Vorteilen der freien Arztwahl, Sonderbehandlungen in Krankenhäusern und weltweiten Partnern im Ausland, sind die privaten Kassen doch von den gesellschaftlichen Prozessen nicht ausgenommen. So sind sie inzwischen gesetzlich dazu verpflichtet, bei neuen Verträgen einen Zuschlag von 10 % abzukassieren, um die zusätzlichen Einnahmen in Altersrückstellungen anzulegen.

Der Beitrag wurde am Dienstag, den 09. November 2010 um 12:04 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
2 Kommentare bisher • RSS-Feed für KommentareTrackBack URI
Hinterlasse deinen Kommentar!
  • Mike sagt:

    Leider ist man in der Wahl zwischen privat und gesetzlich noch immer nicht so richtig frei, je nachdem wie man eben beruflich orientiert ist muss man sich ja noch immer privat versichern. Da führt kein Weg herum.

  • Torsten sagt:

    Naja das mit der Wahl ist eben nicht immer ganz frei, aber viele können es sich mittlerweile aussuchen und es ist ja auch eine Wahl, dass du die eigentliche Versicherung wechseln kannst. Es machen nur eben die meisten nicht, man hat eine Versicherung meistens von den Eltern geerbt und dabei bleibt es dann, bloß nicht zu viel Aufwand treiben.

Einen Kommentar hinterlassen